Feed on
Posts
Comments

Wie zB hier zu lesen ist hat sich ein 16jähriger Jugendlicher auf einer Party mit dem doch sehr ansehnlichen Wert von 6,2 Promille ins Koma getrunken. Wobei jetzt gegen andere Partygäste ermittelt wird, weil sie dem bereits Bewußtlosen noch weiter hochprozentigen Alkohol eingeflößt haben sollen. Das würde immerhin den überaus hohen Promillewert erklären, den ich mir bisher nur bei Alkoholikern hätte vorstellen können.

Wenn im tatsächlich Alkohol eingeflösst wurde obwohl er schon bewußtlos war, dürfte das auch den Tatbestand der Körperverletzung gemäß § 223 StGB erfüllen. Allein an Vorsatz und eigener Schuldfähigkeit der Täter könnten Zweifel bestehen. Aber das Alkohol in extremen Fällen die körperliche Unversehrtheit beeinträchtigen kann sollte eigentlich bekannt sein und bei diesen extremen Werten spricht vieles dafür, dass die anderen Gäste körperliche Folgen billigend in Kauf genommen haben, was für Vorsatz ausreichen würde.

2 Responses to “6,2 Promille: Jugendlicher trinkt sich ins Koma”

  1. doppelfish sagt:

    Mit einem Bewußtlosen kann man in der Regel nicht besonders viel anfangen. Wie die anderen Gäste es geschafft haben wollen (oder sollen), dem Kandidaten noch etwas einzuflößen, ist mir schleierhaft. Den Versuch kann ich mir vorstellen, zumal der Jugendliche sicherlich nicht der einzige war, dessen Bewusstsein durch Alkohol benebelt war, aber nicht, daß da mehr rauskam als eine mitlere Sauerei in Form von vergossenen alkoholischen Getränken.
    An einen meiner Schulkameraden (der war dann 15, denke ich), der gesoffen hatte, bis er bewusstlos von den Sanis weggeschleppt werden mußte – so hatte er sich das auch vorgestellt -, kann ich mich noch sehr gut erinnern, auch wenn das schon ein ganzes Weilchen her ist. Faustregel: Man muß genug Hochprozentiges schnell genug in sich reinschütten, bevor die ersten Schlucke allzu sehr ihre Wirkung entfalten. Wieviel Alkohol der im Blut hatte, wurde nie bekannt, aber da er seine „Heldentat“ im Rahmen einer Schülerfeier (keine offizielle Schulveranstaltung allerdings) durchführte, wurde er von den Sanis an vielen Schülern vorbeigetragen. Und er sah, höflich gesagt, nicht gut aus. Seitens der Mitschüler stellte sich ein Lerneffekt ein, auf den so mancher Lehrer neidisch hätte sein können.
    Nix Neues also. Nichts Gutes, keine Frage, aber bevor wieder jemand „Oh, die Jugend heutzutage“ ruft: Nix Neues.

  2. Brandau sagt:

    Ich fand einfach den reinen Wert recht imposant. 6,2 Promille! Da muss er sich Zeug wirklich atemberaubend schnell und in ziemlichen Mengen reingeschüttet haben.
    Bewusstlosen etwas einzuflößen stelle ich mir auch schwierig vor, vielleicht war er ja auch noch gerade so bei Bewusstsein und sie fanden es lustig ihn ordentlich zum Trinken anzuhalten.
    Der Lerneffekt des vorbeigetragenen Schülers – dazu morgen noch eine andere Geschichte, in der dieser nicht gesehen wurde sondern weitere Maßnahmen eingeleitet wurden.

Leave a Reply

%d Bloggern gefällt das: